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Schlösser, Burgen und Klöster im Harz

Im Harz und im Harzvorland existieren noch zahlreiche Schlösser, Burgen und Klöster. Einige davon möchten wir hier vorstellen.


Schloss Wernigerode

Das Schloss Wernigerode geht auf eine Höhenburg aus dem 12. bis 13. Jahrhundert zurück. In seiner jetzigen Gestalt entstand es ausgangs des 19. Jahrhunderts.
Die 1213 erstmals erwähnte Burg Wernigerode war Sitz der Grafen von Wernigerode. Zu Füßen der Burg an der Kreuzung zweier Handels- und Heerstraßen ließen sich zahlreiche Handwerker und Händler nieder. Die Siedlung erhielt 1224 das Stadtrecht und war Zentrum der Grafschaft Wernigerode.
Nachdem 1429 die Grafen von Wernigerode ausstarben, übernahmen die Grafen von Stolberg Burg und Grafschaft. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg Wernigerode als Herrschaftssitz aufgegeben und die Residenz der Stolberger Grafen nach Ilsenburg verlegt.
Erst Graf Christian Ernst zu Stolberg-Wernigerode verlegte Anfang des 18. Jahrhunderts seinen Hofhaltungssitz wieder nach Wernigerode zurück und ließ die Burg Wernigerode zu einem Barockschloss umbauen. Graf Otto zu Stolberg-Wernigerode ließ weitere Umbauten vornehmen. 1880 wurde die Schlosskirche und damit das bis heute erhaltene Schlossensemble fertiggestellt.

Das Wernigeröder Schloss beherbergt heute ein bei Besuchern beliebtes Museum und eine Außenstelle der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt.
Wernigerode - Schloss Wernigerode - Schloss Wernigerode - Schloss Wernigerode - Schloss



Schloss und Park Ballenstedt

Westlich des Ortes liegt Schloss Ballenstedt, das ehemalige Residenzschloss der Fürsten zu Anhalt-Bernburg, in exponierter Lage über der Stadt. Schon im 11.Jahrhundert wurde an gleicher Stelle ein Kollegiatstift errichtet, welches anfangs des 12. Jahrhunderts in ein Benediktinerkloster umgewandelt wurde. Dieses erlebte seine Blütezeit im 12. und 13. Jahrhundert. Im 30-jähriges Krieg wurde es geplündert und aufgelöst.
Im 18. Jahrhundert entstand dann, die im Wesentlichen bis heute erhaltene, dreiflügelige Schlossanlage im Barockstil. Teile der Gebäude aus romanischer Zeit, u.a. der Turm der ehemaligen Klosterkirche, wurden in den Bau integriert.
Ende des 18. Jahrhunderts entstanden das Schlosstheater und der weitläufige Schlosspark, Um 1860 wurde dieser von Peter Joseph Lenné zum Landschaftspark im Renaissance-Stil weiterentwickelt.
Bis 1945 diente das Schloss der Fürstenfamilie als Wohnsitz. Nach der Enteignung 1945 diente es u.a. bis 1990 als Ingenieurschule für Forstwirtschaft.
Heute gibt es in den Räumlichkeiten des Schlosses ein Restaurant, ein Museum und verschiedene Ausstellungen.

Schloss Ballenstedt Schlosspark Ballenstedt Schlosspark Ballenstedt



Schloss und Park Blankenburg

Das Große Schloss auf dem rund 300 Meter hohen Kalkberg Blankenstein geht auf die 1123 errichtete Blankenburg zurück. Nachdem 1182 Blankenburg nebst Burg von kaiserlicher Truppen unter Friedrich Barbarossa erobert und geplündert wurde, begann Ende des 12. Jahrhunderts der Neubau und eine bedeutende Erweiterung der Burg.
Das nach 1500 errichtete Schlossgebäude brannte 1545 noch vor dem Bezug teilweise aus. Zwischen 1705 und 1718 baute man das Renaissanceschloss zur barocken Residenz um. Bis 1945 war das Große Schloss herzogliche Residenz.
Nach 1945 bsi 1990 war die Fachschule für Binnenhandel im Schloss untergebracht. Danach stand es leer und Verfallserscheinungen ließen nicht lange auf sich warten, Das Schloss Blankenburg wird zurzeit unter Regie des Vereins 'Rettung Schloss Blankenburg e. V.' abschnittsweise saniert und kann in Teilbereichen besichtigt werden.

Am Fuße des Blankensteins liegen das Kleine Schloss mit Barockgarten, Teehaus und Museum. Das Kleine Schloss entstand 1725 als Gartenhaus im barocken Baustil.
Die Stadtmauer, der Fasanengarten, der Schlosspark und der Schlossteich ergänzen das sehenswerte Ensemble.
Schloss Blankenburg Schlosspark Blankenburg Blick über den Schlosspark Blankenburg zum Kleinen Schloss

Blick zum Großen Schloss Blankenburg Großes Schloss Blankenburg Großes Schloss Blankenburg - Portal Schlosspark Blankenburg
Das Große Schloss in Blankenburg


Schloss Stolberg

Die Geschichte des Schlosses reicht bis ins Jahr 1200 zurück. Aus dieser Zeit stammt das älteste Bauteil des Schlosses, der Rundturm. Neuere Teile entstanden im Renaissance-Stil zwischen 1539 und 1547. Ende des 17. Jahrhunderts erhielt das Schloss durch verschiedene Umbauten sein heutiges Aussehen. Bis zur Enteignung 1945 befand sich das Schloss im Besitz der Familie Fürst zu Stolberg-Stolberg.
Ab 1947 wurde das Schloss als FDGB-Ferienheim genutzt. 1990 ging das Schloss in den Besitz der Treuhand über und stand anschließend leer. Ein Privatinvestor erwarb es 1993. Nachdem das Hotelprojekt incl. Dachsanierung 1994 gescheitert war, stand Schloss Stolberg wiederum leer. Ende 2002 übernahm die Deutsche Stiftung Denkmalschutz das Bauwerk. Diese saniert das Schloss nun abschnittsweise. Schlosskapelle, Südflügel und Schlossgarten erhielten bereits ihren alten Glanz zurück und sind zugänglich.

Stolberg - Fachwerkhäuser Schloss Stolberg Schloss Stolberg
Schloss Stolberg über der Stadt



Schloss Stiege

Noch recht wenig bekannt, erhebt sich auf einem Felsen über dem Ort Stiege ein aus dem frühen Hochmittelalter stammendes Schloss. Drei der ehemals vier Ecktürme, Schlossgraben und Zugbrücke sind nicht mehr vorhanden.
Seit 1892 befindet sich das Schloss in Privatbesitz. Heute erwartet ein Café hier seine Gäste.


Roseburg zwischen Rieder und Ballenstedt

Direkt an der Straße zwischen Ballenstedt und Rieder gelegen und doch kaum bekannt - die Roseburg.
Anfang des 20. Jahrhunderts entstand dieser Burgneubau mit Vorburg, Torhaus, Bergfried mit Zinnen, Palais und einem Wohnturm nach dem Vorbild alter Burganlagen. Der Bauherr Bernhard Sehring verstarb 1941.
Der Schlosspark ist eine Kombination aus englischem Garten des frühen 19. Jahrhunderts und einer frühbarocken italienischen Anlage. Die Hauptachse bildet eine etwa 100 Meter lange terassenförmige Wasserkaskade. Eine Lindenallee kreuzt diese Achse.
Burg und Park können besichtigt werden - www.roseburg-harz.de
Roseburg Rieder Park Park

Alle und Skulpturen im Park der Roseburg Park Park



Wasserburg Zilly

Die Wasserburg Zilly nahe Osterwiek im nördlichen Harzvorland wurde zu Beginn des 14. Jahrhunderts von dem Wernigeröder Grafen Konrad III. erbaut. In mehreren Bauphasen entstand die Kernburg mit Wirtschafts-, Wohn- und Repräsentationsbau, Turm, Bergfried und Torhaus.
Heute wird die Burg vom „Förderverein der Wasserburganlage Zilly“ e.V. betreut.

Wasserburg Zilly Wasserburg Zilly Wasserburg Zilly
Die Wasserburg Zilly im nördlichen Harzvorland



Schloss und Kloster Ilsenburg

Der Gebäudekomplex des Ilsenburger Schlosses entstand nach 1860 an der West- und der Nordseite der romanischen Anlage des Klosters Ilsenburg. Bis 1945 war das im Stil der Neoromanik errichtete Schloss im Besitz der Fürsten zu Stolberg-Wernigerode. Seit 2005 ist die Stiftung Kloster Ilsenburg Eigentümer des Schlosses.

Die Klosteranlage, das ehemalige Benedektinerkloster St. Peter und Paul, stammt aus dem 11. und 12. Jahrhundert. Die Klosterkirche wurde von der Stadt Ilsenburg aufwändig restauriert. Die Reste der Klostergebäude sind seit 2000 im Besitz der Stiftung Kloster Ilsenburg.
Schloss Ilsenburg Schloss Ilsenburg Klosterkirche Ilsenburg

Kloster Ilsenburg - rekonstruierter Schlafsaal Kloster Ilsenburg Kloster Ilsenburg



Kloster Michaelstein

Ehemalige Zisterzienserabtei aus dem 12. Jahrhundert
Heute Musikakademie Sachsen-Anhalt für Bildung und Aufführungspraxis

Kloster Michaelstein - Torhaus Kloster Michaelstein - Klausurgebäuse Kloster Michaelstein - Gästehaus
Kloster Michaelstein bei Blankenburg



Kloster Wendhusen in Thale

Das Kloster Wendhusen entstand im Jahre 825 und ist damit das älteste Kloster auf dem Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt und das älteste Kanonissenstift in Ostdeutschland. Mutterkloster war St. Marien und Pusinna, Herford.
1180 wurde das Stift in den Auseinandersetzungen zwischen Kaiser Friedrich I. und Herzog Heinrich dem Löwen verwüstet, aber bald wieder aufgebaut. Während des Bauernkrieges wurde das Kloster 1525 ausgeraubt, zerstört und niedergebrannt. 1540 wurde es säkularisiert und danach ein Rittergut. Die Konventsgebäude sind verfallen.





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