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Ballenstedt

Ballenstedt ist eine Kleinstadt am nördlichen Rand des Ostharzes gelegen mit etwa 8058 Einwohnern.
Bekannt ist der Ort vor allem durch Uta von Ballenstedt (um 1000) der Stifterin des Naumburger Doms. Heute sind Ekkehard und Uta im Naumburger Dom als Stifterfiguren dort zu bewundern.


Zur Geschichte

1073 wurde Ballenstedt erstmals urkundlich erwähnt. Auf dem heutigem Schlossberg baute man eine Burg und ein Stift, welches später ein Benediktinerkloster wurde.
1543 erhielt der Ort das Stadtrecht, woraufhin eine Stadtbefestigung gebaut wurde.
Zu Beginn des 18.Jahrhunderts wurde das ehemalige Kloster zu einer Schlossanlage umgebaut. woraus später das Barockschloss entstand.
Ballenstedt war nun Residenzstadt und somit begann seine Blütezeit. Die widerspiegelt sich auch darin, dass ein Schlosstheater gebaut wurde.
Im 19.Jahrhundert lebten im Ort viele reiche Pensionäre und auch der Fremdenverkehr nahm zu, was zu einem Aufschwung führte.

Das Schloss war bis 1918 Jagd- und Nebenresidenz. Bis 1945 befand es sich im Privatbesitz der herzoglichen Familie, welche dann enteignet wurde. Zu DDR Zeiten richtete man hier eine Ingenieurschule ein. Mit Ende der DDR nahm im Harz der Fremdenverkehr wieder zu, was zur Folge hatte, dass unter anderem das Schloss saniert wurde.


Seit 2010 ist Ballenstedt staatlich anerkannter Erholungsort und ist immer eine Reise wert. Es gibt viele Kulturdenkmäler, die es lohnen angeschaut zu werden. Dazu gehört unter anderem die Schlossanlage mit dem herrlichen Schlosspark, der zum Flanieren und Verweilen einlädt. Im Schlosshotel lässt es sich dann gut schlemmen, Kaffee trinken oder gar übernachten, um noch mehr von Ballenstedt zu sehen.

Anschauenswert ist zum Beispiel das Alte Rathaus, ein schöner Fachwerkbau, oder auch das Neue Rathaus.. Auch Teile der Stadtmauer und einige Wachtürme sind noch zu sehen. Zwei Kirchen, die St. Nikolai Kirche 1326 erbaut und 1501 nach einem Brand wiederaufgebaut und die St. Elisabeth Kirche im Bauhausstil runden das Bild ab.

Eine weitere Attraktion ist das 1788 erbaute Schlosstheater. Es ist somit das älteste in Sachsen Anhalt, wo auch heute noch gespielt wird. Es gibt sehr vielfältige Aufführungen von Musical, Schlager, Kabarett bis hin zum Rockkonzert und vieles anderes reicht die Palette.
Sehenswert sind auch die Ausstellungen im Städtischen Museum Ballenstedt.

Auch rings um Ballenstedt gibt es viele touristische Höhepunkte, so zum Beispiel die Gegensteine, die ein Teil der in Blankenburg beginnenden Teufelsmauer aus der Kreidezeit sind. Beim Wandern dorthin sieht man eine vielfältige Vegetation hat aber auch schöne Ausblicke zum Beispiel auf den Flugplatz Ballenstedt. An den Gegensteinen befindet sich eine Schieß- und Motorsportanlage.
Schlosspark Ballenstedt Schlosspark Ballenstedt Schlosspark Ballenstedt
Schlosspark Ballenstedt




Die Roseburg

Unbedingt sehenswert ist auch die Roseburg zwischen Ballenstedt und Rieder. Sie wurde errichtet auf den Mauern einer Burg, die 963 hier stand. Der Architekt Bernhard Sehring erfüllte sich einen Wunsch. Er erwarb das Areal der heutigen Burg und baute an ihr über 18 Jahre von 1907 bis 1925. Viel verschiedene Element flossen in den Bau ein. Die Parkanlage mit Türmen, der Außenmauer und Wasserkaskaden lädt zu einem Spaziergang ein, wobei man zahlreiche exotische und einheimische Gewächse bewundern kann.
Seit 2006 gibt es einen Privatinvestor, der die Burg erhält und saniert. Ein kleines Cafe entstand 2009.
Roseburg zwischen Rieder und Ballenstedt Allee im Park der Roseburg Roseburg zwischen Rieder und Ballenstedt
Roseburg zwischen Rieder und Ballenstedt




Rockharz Festival

Erwähnt wurde schon der Flugplatz Ballenstedt im Ortsteil Asmussfeldt. Neben etwa 2000 Flugbewegungen im Jahr ist hier einmal im Jahr Anfang Juli die Hölle los. Etwa 15 000 Metaller reisen zum Rockharzfestival an. So verwandelt sich der Flugplatz in ein Campingareal, ein Infield mit zwei Bühnen und zahlreichen Ständen mit Essen, Kleidung, Schmuck, CD`s und vieles mehr. Auch ein Biergarten - der Mutantenstadl - fehlt nicht. Dabei hat alles einmal ganz klein angefangen. 1993 lud der Verein Rock und Kultur am Harz zur Veranstaltung "Rock gegen Rechts" in die Stadthalle Osterode ein. Etwa 1400 Gäste kamen. 1994 wurde daraus ein Open Air auf dem Freizeitgelände Osterode. Hier traten vor allem regionale Bands auf einem LKW Anhänger ähnlich wie in Wacken auf. Ab 1996 gab es dann eine richtige Open Air Bühne. So wuchs das Festival und nun wurde auch Eintritt erhoben.

Ab 2000 startete ein neues Konzept. Mit verschiedenen Musikrichtungen sollte unterschiedliches Publikum angezogen werden. Das ging aber nicht so richtig auf und es wurde immer mehr Metal gespielt. So kamen immer mehr Fans dieser Musikrichtung. So spielten Bands wie Subway to Sally, Majesty, Grave Digger und auch die "Queen of Metal" Doro Pesch.

2006 wurde dann eine zweite Bühne errichtet. So kann der Besucher von einem Konzert zum nächsten "pendeln". Der Verein schaffte es aber nun nicht mehr das immer größer werdende Festival allein zu stemmen. So wurde die Veruga GmbH gegründet, die bis heute der Veranstalter ist. Das Gelände in Osterode wurde im Lauf der Zeit zu klein. So zog das Rockharz 2009 zum Flugplatz Ballenstedt um und erfreute sich immer größerer Beliebtheit. So wurde der Donnerstag auch zum Festivaltag. Der Mittwoch galt als Warm up Day. Inzwischen findet Mittwochs die AFM Label Night statt. 2017 wurde eine der großen Bühnen zum Beispiel durch Bands wie Bloodbound oder Dirkschneider bespielt.
Übrigens seit 2012 ist das Festival jährlich ausverkauft. Besonders beliebt sind die Frühbucherpackages mit Shirt, Kalender, Patches und ähnlichem.
Beliebt bei den Besuchern ist auch das Ersteigen der Teufelsmauer, die an das Gelände grenzt und einen tollen Blick bietet. Es kann auch vorkommen, dass jemand seine Gitarre mitbringt und alle den Metallica-Hit "Nothing else matters" singen.
Erwähnenswert ist auch das soziale Engagement des Rotary Clubs. Das Projekt heißt "Glück in Dosen". Hier kann jeder seine Pfanddosen abgeben. Diese werden eingelöst und das Geld kommt bedürftigen Kindern der Umgebung zugute. Seit 2013 wurden schon über 32 000 Euro gesammelt.

Fazit: Das Rockharz hat sich im Verlaufe der Jahre zu einem renomierten Festival gemausert. Es herrscht eine familiäre Athmosphäre. Die Wege sind kurz. Essen und Trinken gibt es für jeden Geschmack. Natürlich steht die tolle Musik im Vordergrund. So sind Knorkator und Fear of the Dawn schon sechs mal dort aufgetreten. Viele Musikstile wie Power Metal, Death Metal, Mittelalterrock, Goth Metal und vieles mehr werden gespielt.

2017 feiert das Rockharz 25 jähriges Bestehen. Die ersten Bands, die auftreten stehen schon fest. Es sind unter anderem Eisbrecher, Amorphis und Hammerfall. Man kann sicher sein, dass das Festival wieder ausverkauft sein wird.

Für alle, die Interesse an diesem Festival haben, hier noch die Internetadresse: www.rockharz-festival.com



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